Etwa ab den sechziger Jahren ändert sich die Gestaltung der Totenzettel. Der wesentliche Unterschied zu den "klassischen" Totenzetteln besteht darin, daß die biografischen Angaben bis auf die des Geburts- und Sterbetages schrumpfen. Für die restlichen Angaben war nun auch nicht mehr die Mitwirkung des Pfarrers notwendig, so daß aus dem Angebot der Druckereien eine vielfältigere Gestaltung der Totenzettel realisiert wurde.

Typische Merkmale:
Auf der Textseite:
- Anrufung von Jesus, Maria, Josef und i.d.R des Pfarrpatrons
- ein Bibelspruch
- ein christliches Symbol
- die Aufforderung zum Andenken an den Toten im Gebet
- Name
- Biographie
- Gebet
- Auf der Bildseite:
- Ablaßversprechen und Gebet
Bei den modernen Totenzetteln bleibt in den meisten Fällen die Aufforderung zum Gedenken im Gebet, der Name und die Geburts- und Sterbedaten als harter Kern des Totenzettels erhalten. Weiterhin ist es sehr häufig, daß ein christliches Symbol und kurze Gebetsformeln beigefügt sind. Die Reihenfolgen dieser Elemente ist variabel. Ablaßgebetsangebote tauchen nicht mehr auf und auch nicht die Benennung der Druckerei.


