Eine "Warum" - Frage zur Siedlungsgeschichte unserer Region
„Vom Klima unseres Ländchens....Es ist .... rauh, kalt, feucht und sehr abwechselnd. ... [Wenn es] spät im Herbst oder Frühjahr im flachen Land regnet [fällt] hier gewöhnlich Schnee. Daher die größere Kälte und das spätere Reifwerden der Früchte und Gemüse. ... Unser Winter ist strenge und lang anhaltend. Gewöhnlich fällt tiefer Schnee. ....1
Sagen Sie selbst, möchten Sie in einem Land leben, gar einen Garten pflegen oder einen Acker bebauen wollen, das so beschrieben wird?
Montjoie ist, im Ganzen genommen, ein sehr unangenehmes, unfruchtbares, bergichtes Land. Der Boden ist schlecht, mager und kalt und die gute Erde liegt beinah überall nur sehr dünne auf dem Schiefergestein.“ 2
Ich nehme an, dass Sie lieber in einer lieblichen Gegend leben möchten. Warum haben sich aber dann vor jahrhunderten Menschen in diesem Landstrich niedergelassen, obwohl deren Lebensbedingungen ungleich schwieriger waren als die heutigen?
1) Dr.Ch.Jonas (1801) Geographische und naturhistorische Beschreibung des Monschauer Landes
2) ebenda




Kommentare
Hallo!
Es geht hier um eine lang vergangene Zeit. Was konkret die Motive von Menschen waren, sich in diesem nicht gerade bevorzugten Landstrich niederzulassen, kann man nur vermuten. Möglicherweise war es, wie in Fußnote 15; Fazit, vermutet, das Recht sich in dieser Region frei geeignetes Land nutzbar zu machen.
Es könnten Zuteilungen, Zwangsumsiedlun gen, Strafversetzung en
gewesen sein , vielleicht auch aus bevölkerungsrei chen Bereichen …
da obere Landesherren, Besitzer über Länder und Menschen waren, und ein Recht ausübten, das als Unrecht anzusehen war, aber niemand den Mut aufbrachte sich aufzubäumen, nahm man dieses Urteil mit gesenktem Haupte an
und siedelte um in die karge Gegend…
vielen Dank für Ihr Interesse.
Vielleicht haben Sie Recht mit Ihrer Vermutung, dass die Menschen sich aus Abhängigkeiten befreien und etwas Eigenes besitzen wollten. Es ist auch richtig, dass der Herr ihnen das Land gab, aber vermutlich war dieser Herr der Territorialherr von Monschau
hatte, etwas Eigenes zu besitzen.
Dieses Land für sich gewinnen und den Naturgewalten zu trotzen,
indem man dennoch versuchte, Tiere zu züchten und was sicher
auch vordergründig zu sein schien,
der Herr gab uns das Land, lasst es uns nutzbar machen.
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